Kloster Santa María de Benifassá, Besichtigungen nur unter Voranmeldung
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Kloster Santa María de Benifassá


La Pobla de Benifassà

Das Kloster Santa María de Benifassá liegt in der Gemeinde La Pobla de Benifassà und ist über die Landstraße CV105 und danach über die CV106 in Richtung Fredes zu erreichen.
Es ist das architektonische Schmuckstück des Naturparks Tinença de Benifassà und wurde als Nationales kunsthistorisches Baudenkmal katalogisiert. Die Gebäude stammen aus dem 13.- 18. Jahrhundert und man kann an ihnen den Übergang der romanischen zur gotischen Architektur beobachten. 
Die Besuchszeiten sind donnerstags von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Es liegt im untersten Teil von Morella im Flusstal des Cenia. 1208 übergab der König Peter II. von Aragón die Burg an Guillem de Cervera. Im Jahr 1229 legte Guillem de Cervera das Gewand der Zisterzienser von Poblet an und spendete dem Mönchsorden die in seinem Besitz befindlichen Ländereien. 1233 ordnete Jakob I. von Aragón den Bau eines Klosters zu Ehren der Heiligen Maria an. Die erste Ansiedlung erfolgte in der Ebene bei der Burg, bis 1250 das Kloster bezogen wurde. Es handelt sich um eine ausgedehnte ummauerte Klosteranlage mit Gebäuden, die aus dem 13.-18. Jahrhundert datieren und an denen mehrere nachträgliche Umgestaltungen vorgenommen wurden. Es wurde nach dem Vorbild des Klosters von Poblet erbaut, obgleich es etwas beschränktere Ausmaße hat und einige Unterschiede aufweist. Es weist Elemente spätromanischer Architektur auf, wie an einigen Portalen, Rund-, Gurt- und Schildbögen der Kirche und Dekorationselemente der Kapitelle zu erkennen ist. An den Säulen des Kreuzgangs und der Struktur der Kirche kann man auch gotische Elemente beobachten. Es ist bekannt, dass die Abtei und der Kreuzgang zwischen 1316 und 1347 unter der Leitung von Pedro Torres gebaut wurden. Das Kapitelhaus und die zwei Sakristeien neben dem Hochaltar und neben dem Kreuzgang stammen aus dem 14. Jahrhundert. Im nach Süden ausgerichteten Flügel liegt die königliche Tür mit Elementen, die an die romanische Epoche erinnern, wie die Schachbrettdekoration des Kämpfers am großen Bogen. Diese Tür wird von dem Wohnbereich der Äbte, dem der Könige, dem Gasthaus und einer Kapelle flankiert. Sie führte in einen großen Innenhof, auf dessen linker Seite sich verschiedene Räume und die kleineren Kreuzgänge mit den Schlafzimmern befinden. Neben dem gegenwärtigen Eingang liegt ein kleiner Kreuzgang mit einer Art quadratischem Turm, der aus zwei Baukörpern besteht; der untere ist massiv und robust und hat zu jeder Seite eine spitzbogenförmige Öffnung, der obere hat seitliche Zwillingsbögen und Zwillingssäulen an den Ecken. Dieser Bereich wird Zisterne oder Wasserspeicher genannt und war vermutlich Teil einer Quelle, da die Speicher oder Zisternen normalerweise unterirdisch verliefen. In der Nähe dieses kleinen Kreuzgangs befindet sich ein weiterer mit elliptischen Bögen und ein großes Schlafzimmer. Zur rechten Seite des Eingangs befindet sich die Klosteranlage, die um den großen Kreuzgang angeordnet ist. Sie hat ein durchgängiges Podium mit Zwillingssäulen und Pfeilern, auf denen Spitzbögen mit doppelter Kannelüre in der Innenwölbung ruhen. Die Kapitelle und die Linien der Kämpfergesimse sind mit pflanzlichen Ornamenten, Rosetten, figürlichen und tierischen Motiven dekoriert. Oberhalb der Bögen liegen Rundfenster, durch die Licht in die Galerien fällt. Im Flügel des Kreuzgangs befinden sich die Küche, das Refektorium und andere Räume. Im anderen Gebäudeflügel lagen die alte Sakristei und das Kapitelhaus; letzteres wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut. Es hat einen rechteckigen Grundriss und ist durch einen auf Konsolen gestützten Bogen in zwei Joche unterteilt. Der Zugang erfolgt durch einen spitzbogenförmigen Kleeblattbogen, der zu beiden Seiten von Fenstern flankiert wird. 

 


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