Burg von La Viñaza / Burg Arenós, Dörfer mit eigener Geschichte
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Burg von La Viñaza / Burg Arenós


Puebla de Arenoso

Diese Festungsanlage liegt auf dem Gipfel eines Bergvorsprungs, in dem Ausgrabungen Keramikreste aus der Bronzezeit und der iberischen Epoche zutage förderten. Die Burg Arenós ist allerdings arabischen Ursprungs. Schriftlich wird sie zum ersten Mal im Stadtrecht von Teruel von 1177 erwähnt.

Sie gehörte dem Almohaden-König von Valencia Zayd Abu Zayd, der nach der Eroberung von Jakob I. Herr der Länder des Gemeindebezirks Alto Mijares war. Er trat zum Christentum über und überließ die Burg als Mitgift für die Eheschließung seiner Tochter Alda mit Blasc Ximénez de Arenós, der Sohn des Ritters und Stellvertreters des Königs von Aragon war, welcher dem jungen Ehepaar den Titel der Baronen von Arenós verlieh. Zwei Jahrhunderte später, im Jahr 1464, beschlagnahmte der König Johann II. von Aragón das Baronat von Jaime de Arenós, da die beiden eine Auseinandersetzung hatten. Der Monarch übergab sie unter dem Titel Villahermosa del Río an seinen Sohn Alfons. Arenós leistete jedoch 1476 bewaffneten Widerstand.

In der Aktualität befindet sich die Burg von Arenós in einem ziemlich verfallenen Zustand. Man kann einige Räume und Reste islamischer sowie christlicher Architektur erkennen. Die obere Ebene der Festung liegt auf dem Gipfel des Hügels auf einer Plattform hervorstehender Felsen, der eine rechteckige Form verliehen wurde. Auf dieser Plattform erhebt sich ein habkreisförmiger Turm mit Schießscharten. Am anderen Ende befindet sich ein zweiter Turm mit quadratischem Grundriss, dessen Mauern aus Bruchsteinen und an den Ecken aus Quadersteinen bestehen. Die Türme sind miteinander durch Kurtinen verbunden. Weiter unten verläuft parallel zur Felsplattform die Mauer der unteren Ebene. Im Südosten ist ein relativ gut erhaltener Turm mit quadratischem Grundriss und Zinnen zu erkennen, mit zwei Wasserspeichern und Kurtinen aus Stampflehm, die ebenfalls mit Zinnen abgeschlossen sind.

 


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